Ausbildung

Grundausbildung

Für die Arbeit in der Rettungshundestaffel sind viele Hunderassen geeignet. Um die Arbeit optimal ausführen zu können sollte der Hund lernfreudig und temperamentvoll sein. Ein gut entwickeltes Sozialverhalten gegenüber Artgenossen und Menschen ist unabdingbar. Er muß gesund und körperlich leistungsfähig sein und eine gute Veranlagung zur Nasenarbeit zeigen.
Auch der Hundeführer muß leistungsfähig genug sein, um im Einsatz einige Stunden in unwegsamem Gelände mit seinem Hund arbeiten zu können.
Während der Grundausbildung lernt das Rettungshundeteam grundlegende Gehorsamsübungen angelehnt an die Begleithundeprüfung. Diese Dinge werden in der Rettungshundeprüfung gefordert. Die Suchausbildung findet zuerst in der Sparte Flächensuche statt.
Rettungshundeteams, die zusätzlich die Trümmersuchprüfung anstreben, trainieren bei der Gerätearbeit den Gleichgewichtssinn des Hundes und die Führigkeit.
Die Ausbildung des Hundeführers umfaßt zusätzlich Sanitätsausbildung, Erste Hilfe am Hund, Kynologie, Orientierungs-, Karten- und Kompaßarbeit, Trümmerkunde, Organisation und Einsatztaktitk, Unfallverhütung und Sprechfunk.

Golden Retriever Lennox balanciert auf der Faßwippe
Riesenschnauzerhündin Amsel verbellt bei einer Übung einen 'Vermißten'

Suchausbildung

In der Suchausbildung wird, getrennt nach Flächen- und Trümmersuche, das Auffinden und Anzeigen einer Person durch den Hund geübt. Die gesamte Ausbildung bei uns wird grundsätzlich ohne Zwang oder Gewalt durchgeführt. Mit unseren Hunde wird mit Motivation und Belohnung gearbeitet. Nur so läßt sich erreichen, dass die Hunde ihre Arbeit auch gerne und gut machen und beste Leistungen zeigen.
Im Idealfall wird mit der Ausbildung des Hundes bereits im Welpenalter begonnen. Bei der ersten Prüfung darf der Hund nicht älter sein als sechs Jahre. Bei einer Ausbildungsdauer von ca. 2 Jahren ist also ein Ausbildungsbeginn bis maximal etwa 4 Jahre sinnvoll.

Prüfung

Bei der Rettungshundeprüfung wird immer ein Team, bestehend aus Hund und Hundeführer geprüft. Es gibt eine eigene Prüfung für die Flächensuche und die Trümmersuche. Der Umfang und Ablauf der Prüfung ist in der Prüfungsordnung gemäß DIN 13050.3.43 festgelegt. Der Hundeführer muß zuerst eine theoretische Prüfung absolvieren. Dann folgen die Prüfungsteile Verweistest (nur bei Flächenprüfung), Unterordnung, Gerätearbeit (nur bei der Trümmerprüfung) und Suche.
Diese Prüfungsordnung ist gültig für Prüfungen in den rettungshundeführenden Organisationen Arbeiter Samariter Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfallhilfe (JUH) und Technisches Hilfwerk (THW). Dies garantiert einen einheitlichen Standard der Rettungshundearbeit innerhalb dieser Organisationen.
Die Gültigkeit der Prüfung beträgt 18 Monate, dann muß sie wiederholt werden.

Einweisung ins Suchgebiet durch den Prüfer