Bericht des Rettungshundelehrgangs 2004 in
Zelezna Ruda

In diesem Jahr war der jährliche Lehrgang
in Tschechien vom 16. bis 22. Mai angesetzt. Und es sollte ein „bunter“
Lehrgang werden; unsere Würzburger Staffel wurde von Teams und
Begleitpersonen der Staffeln Aschaffenburg und Roth-Schwabach
unterstützt.
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Die
Ausbilder, sechs Kopf stark, mit Stößi zur Unterstützung des Lehrgangs
als Fotograph, reisten bereits am Freitag, den 14. Mai an. Sie hatten
die Aufgabe in den nächsten 2 Tagen die verschiedenen Übungsgebiete zu
begehen und einige Testanzeigeübungen durchzuführen. |
Am Sonntag bis zwölf Uhr reiste der Rest
der Mannschaft, d.h. die Lehrgangsteilnehmer im Hotel Enzian an. Dieses
Jahr wurde es ein Mammutlehrgang mit insgesamt 21 Personen mit ihren 23
Hunden. Unterstützt wurden die Teams (Hund + Führer) durch zahlreiche
Begleitpersonen mit ihren Hunden. Während deren Hunde nur zuschauten,
durften sich die Begleiter nicht nur Anregungen für die
Rettungshundearbeit holen, sondern auch „Opfer“ für die Teams spielen.
| Dank der zahlreichen Teilnahme von unseren
Ausbildern, mit Unterstützung durch Nicola von der Staffel
Aschaffenburg, konnte der große Lehrgang in 3 Gruppen á 7 Teams mit 8
Hunden sowie 2 Begleitpersonen unterteilt werden. Jede Gruppe wurde von
2 Ausbildern betreut. |
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Geplant war ein richtig arbeitsintensiver
und kein „Plember“- Lehrgang“. So starteten denn auch die
Gruppen, nach einer kurzen Einführung, gleich nach dem Mittagessen in
die jeweiligen Übungsgebiete. Zuerst wurde der Verlauf des Lehrgangs
und die Zielsetzung der einzelnen Teams besprochen. Anschließend
folgten erste Suchübungen. Während des gesamten Lehrgangs wurde
individuell auf den momentanen Ausbildungsstand eines jeden Hundes und
dessen Führers eingegangen. Die Junghunde, die sich am
Ausbildungsanfang befinden, fingen mit kurzen Distanzstrecken an. Oder
die Teilnehmer spielten in einem sog. Spielkreis mit den Hunden, um bei
diesen eine gute Personen- und Opferbindung aufzubauen. Die
fortgeschrittenen Junghunde, die kommenden Herbst ihre erste
Rettungshundeprüfung ablegen sollen, wurden in Tschechien Prüfungs-Fit
gemacht. Die geprüften Hunde suchten ihre „Opfer“ in längeren Distanzen
unter erschwerten Bedingungen.
Zurück im Hotel wartete bereits am
Sonntagabend nach dem Abendessen der erste Teil des Theorielehrgangs
„Karte und Kompass“, der am Montagabend fortgesetzt wurde. Sinn und
Zweck des Kurses war, die Neulinge der einzelnen Rettungshundestaffeln
auf den geplanten Orientierungsmarsch vorzubereiten.
Zuvor war am Montag für alle Gruppen zu
üblichen Zeiten d.h. von 8:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:30 bis 17.30
Uhr Training in wechselnden Übungsgebieten angesagt.
Dienstags morgens wurde verstärkt mit den
Hunde-Azubis trainiert, die geprüften Hunde sowie die prüfungsbereiten
Junghunde durften sich vor der am Nachmittag geplanten Einsatzübung
ausruhen.
Für die Einsatzübung der geprüften Hunde
stand ein ca. 50 m breites und 2 km langes Suchgebiet zur Verfügung,
bei den im Herbst zuprüfenden Hunden wurde das Gebiet auf ca. 500 m
beschränkt. Den einzelnen Teams war jeweils ein Helfer zugeordnet.
Obwohl die Einsatzübung nicht nur Premiere für die Junghunde war,
sondern auch für einige der Helfer sowie für den Einsatzleiter, verlief
alles völlig reibungslos und alle „Opfer“ wurden innerhalb kürzester
Zeit gefunden.
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Der Mittwochvormittag begann mit normalem
Training. Jetzt war bereits deutlich zu erkennen, dass alle Hunde durch
die kontinuierliche Sucharbeit große Fortschritte gemacht haben. Die
„Opfer“ versteckten sich ohne Verabschiedung und die Suchstrecken
wurden erweitert. Für die fortgeschrittenen Teams wurden die
Bedingungen erschwert, indem die „Opfer“ in der Höhe (Hüttendach), im
Raum (Futterkrippe) bzw. in der Tiefe (Bunkerloch) aufgespürt werden
mussten. |
Der Mittwochnachmittag diente zur
allgemeinen Erholung und Entspannung. Hier ging man entweder in den
vietnamesischen Einkaufspassagen shoppen oder es wurde ein ausgedehnter
Spaziergang unternommen. Auch das vorzügliche Eiscafe in Zelezna Ruda
war ein beliebter Treffpunkt.
| Am Donnerstag standen gleich drei
verschiedene Übungseinheiten auf dem Plan. Vormittags war der
Orientierungsmarsch mit Karte und Kompass angesagt. Da dieser „auf der
Karte“ und nicht „im Gelände“ geplant wurde, musste die Erfahrung
gemacht werden, dass Karte und Wirklichkeit nicht übereinstimmen. So
zog sich der Marsch bei einigen deutlich in die Länge während andere
Anlaufpunkte, wie das Badeparadies für Hunde, erst gar nicht fanden.
Nicht nur die Hundeführer sondern auch die Hunde, vor allem die die
spielend und tobend gestartet waren, trudelten müde, teilweise nass bis
auf die Knochen und verspätet zum Mittagessen ins Hotel ein. Trotzdem
war am Nachmittag für die Anfängerhunde Sucharbeit, während die etwas
fortgeschrittenen Hunde für die geplante Nachtübung geschont wurden. |
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| Mit den Hundeazubis wurde bei völliger
Dunkelheit eine Anzeigeübung durchgeführt. Die Junghunde sollten
zeigen, wie sie auf die ungewohnten Lichtbedingungen reagieren und
arbeiten. Wie bei der Einsatzübung wurden die geprüften und die zu
prüfenden Hunde auf unterschiedlichen Distanzen getestet. Helfer
unterstützen die Suchteams. |
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Wie zu erwarten zeigte sich bei allen
Teams, dass die erschwerten Bedingungen, nachts durch einen fremden
Wald zu laufen und die Lage und seinen Hund zu koordinieren, weniger
für den Hund als vielmehr für den Hundeführer gar nicht so einfach ist.
Deshalb wird nachts üblicherweise eine Wegesuche durchgeführt, bei der
links und rechts vom Weg in jeweils 25 m Tiefe der Wald abgesucht wird.
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Auch am letzten Übungstag, dem Freitag,
wurde trotz Ermüdungserscheinungen bei Hund und Hundeführer noch einmal
richtig geübt. Wichtig war dass Hund und Führer nochmals gute Arbeit
zeigten, was bei allen zu einem positiven Abschluss führen sollte. Auch
das Wetter, das uns während der vergangenen Zeit mit angenehmen
Temperaturen und etwas Sonnenschein ideale Übungsvoraussetzungen
verschafft hatte, wollte am letzten Tag nicht mehr so recht mitspielen,
sodass die meisten wenigstens einmal während des Lehrgangs nass wurden
und wussten, dass sie doppelte Sätze an Kleidung und Schuhen nicht
umsonst mitgeschleppt hatten.
Zum Abschluss wurde der ganze Lehrgang in
den einzelnen Teams und dann von allen gemeinsam in einer
Abschlussbesprechung reflektiert.
Der beste Lohn für den großen Aufwand und
Einsatz der Ausbilder war wohl, dass alle Hunde enorme Fortschritte
machten und alle Teilnehmer rundum zufrieden und glücklich waren.
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Dank aller Teilnehmer an die Ausbilder
und Organisation!!!
Zum Lehrgangsausklang gab´s vom Hotel für alle
Spanferkel.
Auch im Hotel ist die Rettungshundestaffel ein gern gesehener Gast der
im nächsten Jahr sicher wieder mit offenen Armen empfangen wird.
Umgekehrt haben alle Lehrgangsteilnehmer den Service und das gute und
reichliche Essen im Hotel Enzian genossen und sagen
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auf Wiedersehen bis im nächsten Jahr!!!
Heike Bömmel
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