Trümmersuche

Aufgabe

Bei einer Trümmersuche ist es die Aufgabe der Rettungshundeteams Menschen zu orten, die unter Trümmern verschüttet sind.
Derartige Einsätze haben wir vor allem nach Hauseinstürzen wegen Gasexplosionen oder anderen Unglücksfällen wie dem Einsturz der Eissporthalle von Bad Reichenhall 2006. Hauptsächlich im Ausland finden Einsätze nach Erdbebenkatastrophen statt. Derartige Einsätze werden von einer bayernweiten speziell geschulten und überprüften Einsatzgruppe durchgeführt, der Hundeführer und Einsatzleiter von verschiedenen Rettungshundestaffeln angehören.
Demi auf Trümmern
Demi auf einem Trümmerübungsgelände
Zerstörtes Haus 2003 in Algerien

Sucharbeit

Der Hund muß bei der Trümmersuche unter Anleitung seines Hundeführers die überlebenden Verschütteten unter oft dicken Schichten Trümmer und Schutt erschnüffeln. Dabei erschweren Dreck, Staub und eine Vielzahl Fremdgerüche die Arbeit. Der Untergrund ist oft schwer zu begehen, rutscht ab oder ist gefährlich. Der Hund kann dabei an Stellen vordringen, in die ein Mensch wegen seiner Größe oder seines Gewichts oder aufgrund von Einsturzgefahr nicht gelangen kann.
Hat der Hund die Witterung einer Person unter den Trümmern aufgenommen und lokalisiert so zeigt er dies durch Bellen und Scharren an der Stelle des stärksten Geruchs an.
Damit die Rettung der Überlebenden möglichst effektiv erfolgen kann werden unsere Hunde so ausgebildet, daß sie nur lebende Personen anzeigen.
Da Einsätze in Trümmern immer ein Wettlauf mit der Zeit sind, werden hier besonders hohe Anforderungen an die Belastbarkeit von Hund und Führer gestellt. Dieses gilt insbesondere für Einsätze im Ausland.